Internationale Katarzyna Myćka
Marimba Akademie


IKMMA 2011

Marimba-Akademie mit überwältigender Resonanz

Zum ersten Mal war die Hochschule für Musik Nürnberg diesen Sommer Gastgeber-Institution der Internationalen Katarzyna Myćka Marimba-Akademie.

Vom 30. Juli bis zum 7. August 2011 erhielten 32 Perkussions-Studierende aus aller Welt Unterricht bei hochkarätigen Gastdozenten und gaben zahlreiche Konzerte zusammen mit den Lehrenden. Alle öffentlichen Veranstaltungen waren überaus gut besucht; das Publikum zeigte sich durchweg begeistert.

IKMMA 2011

Im Rahmen der Eröffnung am 30. Juli stellte sich das international hochkarätig besetzte Professorenteam bestehend aus Katarzyna Myćka, Shoko Sakai, Hermann Schwander und Svet Stoyanov mit Werken von W. Graf, L. Larsen, A. Ignatowicz-Glinska, P. Klatzow und einer europäischen Erstaufführung von Andrew Beals "Song of Almah" für Marimba und Sopran (K. Myćka & B. Friebel) vor. Beim Erlanger Schlossgartenkonzert (wegen des unbeständigen Wetters im Redoutensaal) spielte u. a. Akademie-Leiterin Katarzyna Myćka zusammen mit „special guest“ Maki Takafuji Steve Reichs „Nagoya Marimbas“, welches 1994 für die Eröffnung der neuen Konzerthalle im japanischen Nagoya komponiert und damals von Frau Takafuji zusammen mit ihrer Mutter uraufgeführt wurde.

IKMMA 2011

Ein besonderes Erlebnis war für die Studentinnen und Studenten der Tag mit dem französischen Komponisten und Malletspieler Emanuel Sejourné. Er unterrichtete zwei Tage und probte mit Studierenden und den Lehrenden, um am 2. August im vollbesetzten Konzertsaal der Hochschule einen bunten Ausschnitt seines umfangreichen Oeuvres zu präsentieren. Dabei wechselte der Meister selbst vom Vibraphon zur Marimba und übernahm sogar die Begleitung seines Marimbakonzertes am Flügel.

Das Jugendkonzert am 3. August im Heilig-Geist-Saal begann mit einer Uraufführung des gekonnt komponierten Marimbaquartetts „Gendrift“ aus der Feder des jungen Nürnberger Jazzstudenten Simon Scharf, klangsensibel interpretiert von den Akademiedozenten Katarzyna Myćka (Polen), Shoko Sakai (Japan), Svet Stovanov (USA) und Prof. Hermann Schwander von der Hochschule für Musik Nürnberg.

Es folgten neben Originalkompositionen der japanischen Marimbalegende Keiko Abe und Bearbeitungen von Tschaikowskys Nussknackersuite; ein lustiger Hummelflug für zwei Marimbisten von Tobias Broström und schließlich eine spannende Fassung von Saint-Saens „Karneval der Tiere“ (Arrangement: Peter Klemke, Text: Simon Klemke).

IKMMA 2011

Auch in den folgenden Konzerten war das Publikum fasziniert von den teils unglaublich virtuosen Darbietungen der jungen Percussionisten, den interessanten Uraufführen unter Anwesenheit der Komponisten (Manfred Menke, Thomas Daub) und vom sensiblen Zusammenspiel bei kammermusikalischen Werken. Diese wurden größtenteils unter der Betreuung von Akademieassistent Radek Szarek einstudiert, der zudem selbst wiederholt als Solist und flexibler Kammermusikpartner auf der Bühne stand.

Zwischen den Proben und Übungszeiten stieß die Noten-, Schlägel und CD-Ausstellung auf großes Interesse. Über 30 Marimbas standen den IKMMA Teilnehmern zur Verfügung – nur unter diesen Umständen war das intensive Programm und Vorbereitung der neun Konzerte zu realisieren – eine großartige Unterstützung der Firmen: Marimba One, Norsk Musikforlag Oslo, ADAMS, PPP, Majestic, Percussion Brandt, Studio 49, Edition Svitzer, Ineke Busch Verlag, Thomann, Schlagzeug Shop Glanzmann & Malletech!

IKMMA 2011

Dass der Erfolg einer derartigen Veranstaltung nicht ohne gründliche organisatorische und logistische Vorbereitung und Betreuung möglich ist, betonte die Akademiegründerin bei der Abschlussfeier. Ihr besonderer Dank gilt dem umsichtigen Helferteam der Hochschule für Musik Nürnberg unter der Leitung von Slawek Mscisz, sowie dem Gastgeber und gutem Geist der V IKMMA Edition – Prof. Hermann Schwander.

Franziska Knogl/Katarzyna Myćka